Region Weser-Elbe

Desaster Elbvertiefung

25. November 2022

BUND fordert politische Konsequenzen für die Weser / Gescheiterte Elbvertieung muss Warnung für Bremen und Niedersachsen sein

 (Georg Wietschorke)

Nach aktuellen Berichten wird die Elbvertiefung immer mehr zu einem Schlickdesaster. Trotz der riesigen Investitionssumme von 800 Mio. Euro kann von einer stabilen Fahrrinne keine Rede sein, da durch stärkere Sturmfluten und einen infolge des Klimawandels verminderten Zustrom von Süßwasser aus der Elbe die Verschlickung viel stärker als erwartet stattfindet. Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt kommt mit dem Baggern nicht mehr hinterher und hat jetzt den zulässigen Tiefgang für mindestens ein Jahr deutlich reduziert. Gleichzeitig ist noch völlig unklar, wo Hamburg mit den erhöhten zukünftigen Schlickmassen bleiben kann und wie hoch die dauerhaften enormen Baggerkosten sein werden.

"Wir hoffen, dass Bremen und Niedersachsen jetzt schlauer werden und die Hamburger Erfahrungen bei der Weservertiefung nicht wiederholen. Es muss jetzt endlich Schluss sein mit den Flussvertiefungen. Der ökologische Schaden ist riesig, die Flussdynamik wird immer unkalkulierbarer, die Kosten laufen aus dem Ruder, und der Nutzen für die Schifffahrt wird immer fragwürdiger", mahnt Klaus Prietzel, Vorsitzender des BUND Bremen und fordert: "Dieses starke Warnsignal sollte jetzt endlich zu der notwendigen Neuorientierung in der Hafenpolitik führen, wofür es auch in Hamburg erste Ansätze gibt".

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