In Brundorf haben wir einen bisher überackerten Wegrand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zurückgeholt und mit einer Wildkräutermischung eingesät.
(Oliver Kwetschlich)
Am Heimelbergweg in Freissenbüttel wurde ein 2 Meter breiter Streifen einer überackerten Stelle eingesät.
(Oliver Kwetschlich)
2018 konnte sich die Zaunwicke sehr gut etablieren. Resultat war die Ansiedlung der in Niedersachsen sehr seltenen Zaunwicken-Sandbiene. Die Rote Lichtnelke ist wichtig für Tag- und Nachtfalter, wie z. B. den gefährdeten Nelkeneulen.
(Oliver Kwetschlich)
…Dickkopffalter, Stieglitze, sowie Hosen- und Zottelbienen profitierten u .a. von der Maßnahme.
(Oliver Kwetschlich)
Wegränder in der Hammeniederung sind wichtige Lebensräume, auch für seltenere Arten, wie z. B. dem Spiegelfleck-Dickkopffalter oder der Mooshummel.
(Oliver Kwetschlich)
Neue Lebensräume für Insekten
Viele Wegränder in unserem Landkreis sind überdüngt und artenarm. Stickstoffarten, wie Quecke, Brennnesseln, Beifuß überwiegen und somit floristische und faunistische Eintönigkeit. Gründe sind der Eintrag von Stickstoff aus den angrenzenden Äckern und aus der Luft. Zusätzlich werden die krautigen Säume von den Bauhöfen in Rekordzeit geschlegelt und das Mahdgut liegen gelassen, was zur Vergrasung und Blütenarmut führt.
An einigen Stellen werden Randstreifen auch in die landwirtschaftiche Nutzung einbezogen. Diese überackerten Stellen möchten wir in Zusammenarbeit mit den Gemeinden wieder zurückholen und ökologisch aufwerten.
Zusätzlich möchten wir auf noch bestehende wertvolle Wegränder hinweisen, an denen seltene Pflanzen und Tiere vorkommen. Diese sollten Ausgangspunkt sein für eine Biotopvernetzung. Dazu sollte zum Beispiel eine schonende Mahd durchgeführt werden mit Abräumen des Mahdgutes. Oder aber eine gestaffelte Mahd, das heißt, es wird vielleicht nur eine Wegseite gemäht, damit auf der anderen Seite noch genügend Blütennahrung für Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen oder Käfer verbleibt. Insektenarten, die vielleicht in angrenzenden Biotopen leben, könnten sich dann über diese optimierten Wegränder quasi als Trittsteine weiter verbreiten.