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Region Weser-Elbe

Heckenschnitt bitte frühestens ab Ende Juli

Könnte durch einen zu frühen Heckenschnitt gefährdet sein: Amseldame mit Jungen.  (pixabay.de)

Der BUND bittet alle Gartenbesitzer, sich mindestens bis Ende Juli mit dem Hecken- und Strauchschnitt zu gedulden. Derzeit brüten viele Singvögel im Schutz des dichten Blattwerks. Sie könnten durch Schnittmaßnahmen so sehr gestört werden, dass sie ihre Brut aufgeben.

„In dieser Zeit werden gerade die Jungvögel von Amseln, Grünfinken, Grasmücken und Zaunkönigen flügge“, erklärt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer in Bremerhaven. „Wer jetzt seine Sträucher schneidet, gefährdet wegen der Störung und möglicher Verletzungen den erfolgreichen Jungenaufwuchs. Außerdem sind die Nester für Beutegreifer wie Katzen nach dem Schnitt leichter auffindbar.“ Der Biologe appelliert an alle Gärtner*innen, vor dem Schnitt auf jeden Fall nach belegten Nestern in den Sträuchern zu suchen. In solchen Fällen muss der Schnitt verschoben werden. Manche Vogelarten brüten noch bis Ende Juli. Viele Singvögel beginnen im Juni sogar noch mit einer zweiten Brut. Unter Hecken könnten außerdem Igel ihre Heimstatt haben. Im Übrigen seien Wildtiere und ihre Lebensstätten gesetzlich geschützt und dürfen nicht beeinträchtigt oder zerstört werden.

Für Neupflanzungen von Hecken empfiehlt der BUND heimische Bäume und Sträucher, da dies automatisch den Schutz ansässiger Tiere bedeutet. Quellmalz: „Die Tierwelt hat sich sehr gut an die hiesigen Pflanzen angepasst. Auf Eichen können beispielsweise bis zu 300 Insektenarten leben. Bei Kastanien sind es lediglich vier.“ Auf heimischen Gehölzen leben bis zu sechsmal mehr Raupen als auf fremdländischen Sorten. Raupen sind die wichtigste Nahrungsquelle für Jungvögel. Viele Pflanzen seien darüber hinaus von der Bestäubung durch bestimmte Insekten abhängig. 

 

 

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