Region Weser-Elbe

Kein Nitrat in der Wesermarsch?

Auf dem Wochenmarkt in Rodenkirchen nahm der BUND Wasserproben vor allem aus Hausbrunnen entgegen und untersuchte sie anschließend auf Nitrat.  (Petra Leifert)

Rodenkirchen, 4. Juni 2020. Insgesamt erhielt der BUND an seinem Infostand auf dem Wochenmarkt in Rodenkirchen 27 Wasserproben mit der Bitte, sie auf Nitrat zu testen. Davon stammten 18 aus Hausbrunnen, vier aus Gewässern, eine aus einem Drainagerohr sowie je zwei aus einer Zisterne (Regenwasser) und aus der Leitung. Die Hälfte der Wasserproben wurden in Rodenkirchen entnommen, weitere in Nordenham, Brake, Schwei, Lemwerder und Seefeld.

Erstaunlich ist, dass die Qualität der Wasserproben aus 17 Hausbrunnen, den vier Gewässern und aus dem Drainagerohr mit Werten von 1 mg/l Nitrat oder weniger "sehr gut" war. Lediglich eine Wasserprobe aus einem Brunnen in Rodenkirchen stach mit 50 mg/l Nitrat heraus und ist als "schlecht" einzustufen. Auch eine Probe aus einer Zisterne war mit 10 mg/l Nitrat mäßig belastet. Letzteres ist unverständlich, da Regenwasser eigentlich frei von Nitrat ist. Dem gehen wir nun noch einmal nach.

Eine mögliche Erklärung für den guten Zustand insbesondere des Grundwassers und der Gewässer ist, dass Nitrat im Marschboden vergleichsweise zügig abgebaut wird, während in sandigen Geestböden das Niederschlagswasser schnell versickert und Nitrat bis in das Grundwasser ausgewaschen wird. Eventuell wird zusätzlich auf Grünland auch weniger gedüngt als auf den Ackerböden der Geest? Darüber liegen uns aber keine Zahlen vor.

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