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Region Weser-Elbe

BUND-Projekt "Wildblumenwiese am Wegesrand"

So sollten Wegränder aussehen...  (Gerd Kriewald)

Für erste blühende Wegränder hat bereits die örtliche BUND-Gruppe im Landkreis Osterholz gesorgt. Davon angeregt, möchte nun der BUND Unterweser zusammen mit fünf Gemeinden anhand einzelner Beispiele verdeutlichen, wie Wegränder idealerweise entwickelt werden müssten, um neben Kräutern und Blumen Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Lebensraum und zugleich Nahrung zu bieten. Dafür war der BUND bereits in Beverstedt (hier gemeinsam mit dem NABU), Hagen im Bremischen, Loxstedt und Geestland (siehe auch unter Stadtnatur) tätig, wo Aktive fleißig aussäten, pflanzten und mähten. Der offizielle Auftakt zu diesem Projekt „Wildblumenwiese am Wegesrand“ erfolgte im Frühjahr 2018 an der Imsumer Straße in Geestland. Mit der regelmäßigen Mahd und dem Entfernen des Mähgutes sollen hier Nährstoffe entzogen sowie die dichte Grasnarbe gelichtet werden. So sollen sich mittelfristig überhaupt Blumen ansiedeln können. Denn das dichte Gras und nährstoffliebende Großkräuter wie Brennnesseln, Beifuß und Melden verhindern die Ansiedlung von standorttypischen Wildblumen, wenngleich sie für viele Insektenlarven wie Schmetterlings-Raupen z.T. wichtige Futterpflanzen sind. Auf den Wegrändern in Beverstedt, Hagen und Loxstedt standen mehr die Aussaat einer heimischen (regionaltypischen) Wildblumen-Mischung und die Pflanzung von einzelnen Blumen im Mittelpunkt. Mit zwei weiteren Flächen in Geestland und Driftsethe umfasst das Projekt sieben Standorte. Die Aktivitäten des BUND sollen Initialzündungen für eine eigendynamische, naturnahe Entwicklung falsch genutzter Wegränder sein. Eine aufwändige Pflege ist anschließend an die Aushagerung nur selten erforderlich. Die Natur richtet es dann selbst. Und trotzdem werden die Aktiven immer einen Blick auf die Projektstandorte haben, um sicherzustellen, dass sie sich zu blühenden Wegrändern entwickeln. Denn sonst haben die Insekten und die von ihnen lebenden Tiere wie Vögel, Spitzmäuse ja nichts davon. Dafür brauchen wir in jeder einzelnen Gemeinde noch Unterstützung.

Mitmachen

Wer dabei mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Interessierte wenden sich bitte an bernd.quellmalz(at)nds.bund.net 


Schiffdorf: Gemeinsam für mehr Insekten

Knapp 20 Personen halfen bei der Aussaat, darunter auch Bürgermeister Klaus Wirth (r.). Viele von ihnen werden den Wegrand nun dauerhaft betreuen und pflegen - zum Wohle der Insekten.  (BUND)

Schiffdorf-Wehden 13. Oktober 2018. Knapp 20 Aktive versammelten sich bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen am Wehdener Grenzweg in Schiffdorf, um auf dem Wegrand eine Wildblumenwiese für Insekten und andere Wildtiere anzulegen. Von dem benachbarten Landwirt bestens vorbereitet, säten sie eine Wildblumenmischung der Firma Rieger & Hofmann aus und walzten den Wegrand anschließend. So sind die Samen jetzt am Boden angedrückt, was die Keimung begünstigt. Tatkräftig mitgeholfen haben das Wegrand-Team des BUND um Prisca, Claudia, Christine, Cornelia und Michael samt Familien sowie Bürgermeister Klaus Wirth und Ortsbürgermeister Thomas Frese. Mit Rat und Tat stand der Naturschutzbeauftragte des Landkreises Cuxhaven, Horst Backenköhler, den Aktiven beiseite. Mitglieder des Wirtschaftswegeverbandes waren ebenfalls vor Ort und wünschten "gutes Gelingen". Bernd Quellmalz vom BUND meinte: "Diese Aktion ist ein Beispiel dafür, wie Landwirtschaft, Naturschutz und Gemeinde zusammenarbeiten und gemeinsam an einem Strang für den Insektenschutz ziehen können." Vielen herzlichen Dank an die Helferinnen und Helfer für diesen Einsatz und auch schon mal für künftige Aktivitäten!


Geestland: Aktiv für Blüten- und Insektenvielfalt

Jürgen Jakubczyk, Susanne Schröter, Michael Henschke und Uwe Peter (v.l.) legten sich für die Wildblumen und Insekten ins Zeug.  (Bernd Quellmalz)

Auf einem Wegrand an der Imsumer Straße in Geestland fand am 23. April der Projektauftakt statt. Hier wird nun regelmäßig gemäht, um Blütenpflanzen in ihrer Entwicklung zu fördern. Das Mahdgut kompostiert anschließend der benachbarte Landwirt.

Wegränder, noch besser die zwischen den Schlägen liegenden, ungestörten Raine, bieten in der intensiv genutzten Agrarlandschaft als verbliebene Biotope Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Außerdem verbinden sie in der Landschaft noch vorhandene Lebensräume miteinander und helfen Tieren und Pflanzen bei ihrer Ausbreitung. An der Imsumer Straße mähten und harkten Ehrenamtliche den Wegrand nun schon mehrmals, um ihm Nährstoffe zu entziehen sowie die dichte Grasnarbe zu lichten. Damit möchte der BUND erreichen, dass sich mittelfristig überhaupt Blumen und auf längere Sicht auch seltenere Arten der mageren Standorte ansiedeln können. Denn das dichte Gras und nährstoffliebende Großkräuter wie Brennnesseln verhindern die Ansiedlung von standorttypischen Wildblumen, wenngleich sie für viele Insektenlarven wie Raupen wichtige Futterpflanzen sind. An der Imsumer Straße möchten wir dem mit der Mahd entgegen wirken.

Weitere Infos:

In Geestland betreut der BUND noch eine weitere Fläche im Siedlungsbereich. Weiterlesen

Impressionen vom 5. September 2018

Impressionen vom Auftakt am 23. April 2018


Hagen: Aussaat einer Wildblumenwiese in Bramstedt

 (Bernd Quellmalz)

Bramstedt, 15. Mai 2017. Aktive der BUND-Gruppen Osterholz und Unterweser säten auf dem Wegrand entlang der Straße „Zum Häsebusch“ in Bramstedt eine Wildblumenmischung aus. Ziel ist es, an dem Wegrand eine Wildblumenwiese zu entwickeln, die Wildbienen und Schmetterlingen Lebensraum und Nahrung bietet. Außerdem dient dieser naturnahe Streifen entlang des Feldweges der Biotopvernetzung. Zusammen mit der Gemeinde Hagen im Bremischen säten Aktive des BUND auf dem Wegrand an der Straße „Zum Häsebusch“ in Bramstedt eine Wildblumenwiese aus. Dabei wurden die Mischungen der Firma Rieger & Hofmann "05 Mager- und Sandrasen" und "08 Schmetterlings- und Wildbienensaum" verwendet.

Für die Aussaat gut vorbereitet: der Wegrand "Zum Häsebusch" in Bramstedt, Gemeinde Hagen  (Bernd Quellmalz)

Broschüre mit weiteren Infos

Die BUND-Broschüre "Wegraine und Gewässerrandstreifen" erläutert sowohl die ökologische Bedeutung von Wegrändern als auch den rechtlichen Hintergrund, der eigentlich deren Entwicklung und Erhalt als wichtige Landschaftselemente gewährleisten soll: PDF zum Herunterladen...

Oliver Kwetschlich vom BUND Osterholz, Dr. Eike Rachor vom BUND Unterweser und Gemeindevertreterin Frederike Klohs (v.l.n.r.) möchten Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge schaffen.  (Bernd Quellmalz)
Der Wegrand "Zum Häsebusch" in Richtung Süden.  (Bernd Quellmalz)

Der Wegrand "Zum Häsebusch" im Juli 2017

Erste Erfolge am Wegrand zeigten sich schon bei einer Begehung am 26. Juli 2017. Ob Ackerkratzdistel, Kornblume und Kamille oder auch das Tagpfauenauge – die Natur erobert sich den ehemals überackerten Wegrand zurück.Im Einzelnen fand der BUND folgende Tier- und Pflanzenarten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Pflanzenarten (unsortiert)
Rote Lichtnelke
Weiße Lichtnelke
Wilde Malve
Kornrade
Schafgarbe
Rauhe Gänsedistel
Wilde Möhre
Ackerminze
Kamille
Rainfarn
Gänsefuß
Beifuß
Kornblume
Saatmohn
Sandmohn
Reiherschnabel
Ackerkratzdistel
Johanneskraut
Günsel

Tierarten (unsortiert)
Schmetterlinge: Tagpfauenauge, Landkärtchen, Schornsteinfeger, Kohlweißling
Heuschrecken: mind. drei unterschiedliche Arten
Weitere Insekten: Hornisse, div. Hummel- und Wildbienenarten

Artenliste und Fotos gibt es auch als pdf...

Kornblume und Kamille  (Bernd Quellmalz)
Schafgarbe und Ackerminze  (Bernd Quellmalz)
Tagpfauenauge auf Ackerkratzdistel  (Bernd Quellmalz)
Rote Lichtnelke  (Bernd Quellmalz)

Hagen: Junges Engagement für Insektenvielfalt

Clara (links) und Dicle freuen sich über die Spenden für ihr Wildblumenprojekt in Hagen im Bremischen, die ihnen Heino Hüncken (links) und Leo Mahler von der SPD am 14.2. übergaben.  (BUND / B. Quellmalz)

Hagen, 14. Februar 2018. Das ist mal ein beispielhaftes Engagement: Die Schülerinnen Clara und Dicle aus Hagen im Bremischen sorgen sich um die Insekten und möchten nun in ihrem Ort Wildblumenwiesen anlegen. Hierfür haben sie Spenden gesammelt, die ihnen am 14.2. Heino Hüncken und Leo Mahler übergaben. Bei der Übergabe waren auch Aktive des BUND dabei, die in Hagen-Driftsethe die Entwicklung eines blütenreichen Wegrandes planen. Wir alle haben dasselbe Ziel: die Förderung der Artenvielfalt in der Pflanzen- und Insektenwelt. Für ihren Einsatz für den Insektenschutz schon mal vielen Dank an Clara und Dicle.

Standorte

Standorte des BUND-Projekts "Wildblumenwiese am Wegesrand" (Nicht im Bild: die Standorte im Landkreis Osterholz). Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.  (Quelle: www.niedersachsen.de)

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