In diesem Jahr hat sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal gejährt, die von Fukushima zum 15. Mal. Mittlerweile ist Deutschland aus der Atomkraft-Nutzung ausgestiegen.
Grund für ein aktuelles Update: Atomkraft - längst vom Tisch? Oder doch nicht?
Die deutschen Atomkraftwerke laufen nicht mehr. Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen leider sehr wohl, letztere sogar mit neuerdings genehmigter russischer Beteiligung. An den meisten ehemaligen Kraftwerks-Standorten haben wir es mit Zwischenlagern für radioaktiven Müll auf unbestimmte Zeit zu tun. Für eine Endlagerung fehlt im Moment jede realistische Perspektive. Gleichzeitig diskutieren einige in der Politik schon wieder "Mini-Reaktoren" oder "Reaktoren einer neuen Generation" - was verbirgt sich dahinter? Auch der Traum von der Kernfusion scheint noch nicht ausgeträumt, aber ist er auch realistisch? Beim Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus sehen wir Atomkraftwerke, die immer noch im Betrieb und zum Teil sehr störanfällig sind. Niedrigwasser nach dem trockenen Sommer hat zur Abschaltung eines ungarischen AKWs geführt, eine Quallen-Schwemme zur Abschaltung eines nordfranzösischen AKWs. Viele Länder setzen "zum Klimaschutz" auf den Neubau von AKWs wie z.B. Finnland oder Frankreich - ist da was dran?
Zu all diesen Fragen möchten wir vom BUND Wesermarsch gemeinsam mit dem Arbeitskreis Wesermarsch einen spannenden Abend mit euch verbringen. Als Rednerin haben wir Miriam Tornieporth zu Gast - sie ist Referentin für Atompolitik bei der Organisation .ausgestrahlt. Sie wird Bilanz ziehen, was 70 Jahre "friedliche Nutzung der Atomkraft" der Welt gebracht haben, welche Lehren wir daraus ziehen können und was von den aktuellen Diskussionen um die Atomkraft in Deutschland und Europa zu halten ist.
Die Veranstaltung findet statt am
Mittwoch 23. September 2026 um 19 Uhr
in Nordenham in der Stadtbücherei, An der Gate 11.
(Vom Bahnhof 10 Minuten Fußweg - oder Parkplätze unmittelbar daneben.)