Plastikfrei ans Wasser

24. Juli 2026

BUND gibt Empfehlungen für einen umweltfreundlichen Badesommer in Bremen und Bremer-haven

 (canva / BUND Bremen)

In den nächsten Tagen wird es deutlich wärmer, so die aktuellen Wetterprognosen. Dann zieht es wieder viele Menschen an das Wasser, sei es an das Weserufer und an die Nebenflüsse oder an die Seen. Aus diesem Anlass ruft der BUND Bremen zu einem bewussteren Umgang mit Plastikmüll an Badeseen, Flussufern und Küsten auf. Was häufig als Verpackung oder Einwegprodukt mitgebracht wird, bleibt oft in der Umwelt zurück und gelangt über Flüsse wie die Weser schließlich bis in die Nordsee und das Wattenmeer.

„Viele Menschen verbinden Plastikmüll vor allem mit dem Meer. Dabei beginnt das Problem oft direkt vor unserer Haustür, beispielsweise an Flussufern, in Badeseen oder auf öffentlichen Grünflächen“, erklärt Hanna-Lena Oer vom BUND-Meeresschutzbüro in Bremen. Gerade in Bremerhaven wird deutlich, wie eng Binnengewässer, Küsten und Meere miteinander verbunden sind. Besonders problematisch sind die Folgen der Plastikmüllverschmutzung für Tiere, da Vögel, Fische und Meeressäuger Plastik mit Nahrung verwechseln und sich darin verfangen. Durch die steigende Plastikproduktion nimmt auch die in die Umwelt gelangende Menge an Plastikmüll stark zu. Deshalb ist es extrem wichtig, Plastikmüll zu vermeiden. Hier sind Politik und Industrie gefordert. Für den sommerlichen Alltag empfiehlt der BUND, bereits beim Packen der Badetasche auf Mehrweg statt Einweg zu setzen. Wiederverwendbare Trinkflaschen, Brotdosen, Schraubgläser oder Mehrwegbecher helfen dabei, Verpackungsmüll zu vermeiden. Auch beim Einkauf kann Plastik reduziert werden, beispielsweise durch den Kauf von losen Lebensmitteln, regionalen Produkten oder durch Einkäufe auf Wochenmärkten und in Unverpackt-Läden.

Der BUND betont, dass Ansammlungen von Abfällen an Ufern und Badestellen eine massive Gefährdung von Tieren und Umwelt darstellen. Gerade von Flussufern gelangen sie leicht ins Wasser und von dort in die Meere. Der Verband ruft deshalb dazu auf, den eigenen Müll wieder mitzunehmen und wenn möglich zusätzlich herumliegenden Abfall einzusammeln. In Bremen und Bremerhaven organisieren Umweltverbände und Initiativen regelmäßig Clean-up-Aktionen entlang der Weser und auf öffentlichen Grünflächen. Die nächste Müllsammelaktion des BUND Bremen findet am 5. September an der Weser statt. „Jeder vermiedene Plastikbecher und jede wiederverwendbare Trinkflasche helfen dabei, unsere Gewässer sauberer zu halten”, betont Oer. „Saubere Flüsse und Küsten sind nicht nur wichtig für Tiere und Pflanzen, sondern auch für die Lebensqualität in Bremen und Bremerhaven.”

Auch Sonnencreme kann zur Belastung von Flüssen und Meeren beitragen. „Viele herkömmliche Sonnencremes enthalten Mikroplastik oder chemische UV-Filter, die Wasserorganismen schaden können“, sagt die Meeresschützerin. Der BUND empfiehlt zertifizierte Naturkosmetik mit Siegeln wie NATRUE oder BDIH sowie feste Sonnensticks, die häufig ohne problematische Inhaltsstoffe und Plastikverpackungen auskommen. Es ist außerdem hilfreich, Sonnencreme bereits vor dem Weg zum Wasser aufzutragen, damit sie besser einziehen kann.

Weitere Informationen und Termine für Müllsammelaktionen gibt es unter www.BUND-Bremen.net.

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