(Krolestwo Nauki
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Für viele Familien in Bremen und Niedersachsen steht zu Beginn des neuen Schuljahres die Beschaffung von Schulmaterialien an. Der BUND gibt jetzt Tipps, wie der Schulstart nachhaltig und umweltfreundlich beginnen kann.
„Ein nachhaltiger Schulstart muss nicht mit dem Kauf vieler neuer Produkte beginnen“, sagt Dr. Helen Oelgeklaus vom Bereich Klima & Ressourcenschutz des BUND Bremen. „Nicht alles muss neu und möglichst ökologisch gelabelt gekauft werden. Oft ist es am nachhaltigsten, etwas Vorhandenes weiterzuverwenden, zu reparieren oder weiterzugeben.“ Bei Schulmaterialien kommt es beispielsweise auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen an. Hefte, Stifte, Schultaschen, Trinkflaschen und Brotdosen gehören zum Schulalltag. Gleichzeitig entstehen durch kurzlebige Produkte, unnötige Neuanschaffungen und Einwegverpackungen vermeidbare Abfälle. „Gebrauchte Schultaschen, weitergegebene Bücher und bereits vorhandene Materialien sind daher oft die sinnvollere Wahl gegenüber dem Neukauf“, so Oelgeklaus. Bei Papier bietet Recyclingpapier mit dem Blauen Engel eine gute Orientierung. Das spart bei der Herstellung Klimagase und reduziert den Wasserverbrauch erheblich. Auch der Schulweg bietet die Möglichkeit, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: Wer zu Fuß geht, mit dem Fahrrad fährt oder Bus und Bahn nutzt, entlastet das Klima und stärkt zugleich die Selbstständigkeit der Kinder.
Nachhaltigkeit beschränkt sich nach Ansicht des BUND nicht auf die Ausstattung für das neue Schuljahr. Schule ist ein zentraler Ort, an dem Kinder und Jugendliche eigene Handlungsmöglichkeiten kennenlernen und erproben können. Themen wie Konsum, Energie, Mobilität, Ernährung, Wasser und Hitzeschutz lassen sich unmittelbar mit dem Schulalltag verbinden. „Der Schulstart ist ein guter Anlass, Nachhaltigkeit nicht als einmalige Aktion, sondern als Teil der Gesamtaufgabe von Schule zu betrachten. Aus kleinen Veränderungen im Alltag können gemeinsame Schulprojekte entstehen und daraus wiederum langfristige Strukturen“, betont Oelgeklaus, die beim BUND Bremen an Klimabildungsprojekten in Schulen arbeitet. Nachhaltige Entscheidungen entstehen aus Sicht des Verbands nicht allein durch Informationen und das Verständnis ökologischer Zusammenhänge, sondern auch durch das Bewerten verschiedener Möglichkeiten und das tägliche Handeln. „Die Schule als Gemeinschaft sollte ein Übungsfeld für nachhaltiges Handeln sein“, ist Oelgeklaus überzeugt.
Bei Rückfragen:
Dr. Helen Oelgeklaus, BUND Bremen, Tel.: 0421-7900250