Klimaanpassungsstrategie Bremerhaven 2025

22. September 2025

BUND begrüßt Magistrats-Entscheidung und fordert aber stärkeren Schutz von Grünflächen

 (Gerd Kriewald)

Der BUND Unterweser begrüßt, dass die Politik jetzt eine neue Klimaanpassungsstrategie für Bremerhaven verabschiedet hat. Leider widerspricht aus Sicht des Umweltverbandes die praktische Politik des Magistrats aber der eigenen Strategie, indem immer wieder für Bauvorhaben Grünbereiche zerstört werden. Der Magistrat sollte sich endlich an seine eigenen Vorgaben halten und jede verbliebene Grünfläche in Bremerhaven vor Bebauung schützen, fordert der BUND.

„Ob es nun die Altbäume in der Bogenstraße waren oder aktuell die Bauvorhaben zwischen Lotjeweg und Rybniker Straße, am Jägerhof, in der Wiesenstraße und der Weichselstraße – immer wieder bedrohen Bauvorhaben des Bremerhavener Senats wichtige Grünflächen in der Stadt“, betont Maurice Müller, Sprecher der AG Stadtnatur im BUND Unterweser. „Diese sind aber absolut wichtig für die Anpassung an Hitze, Trockenheit und Starkregen. Von den Grünflächen in der Stadt hängt unsere eigene Lebensqualität unmittelbar ab.“ Alte Bäume, Sträucher und unversiegelte Flächen verbessern nicht nur das Stadtklima, sondern sind auch ein Beitrag für die Artenvielfalt. „Wenn im dicht besiedelten Raum die letzten Grünflächen beseitigt und bebaut werden, dann wird es in der Stadt zukünftig noch heißer. Politik und Verwaltung müssen für die notwendigen Bauvorhaben alternative Standorte finden, wo kein Grünverlust droht“, so Müller. „Mit der neuen Klimaanpassungsstrategie liegt nun ein wirksamer Handlungsleitfaden vor. Nun muss sich die Politik nur noch an die eigenen Versprechen und Vorgaben halten. Weitere Bauvorhaben auf Grünflächen müssen der Vergangenheit angehören!“

Bei Rückfragen:

Maurice Müller, Sprecher der AG Stadtnatur im BUND Unterweser, Tel.: 01575 3121579

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