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Region Weser-Elbe

Statt Golden Delicious lieber Goldparmäne

Apfelsorte "Goldparmäne"  (pixabay.de)

Der BUND empfiehlt Hobby-Gärtner*innen, jetzt einen oder mehrere Obstbäume alter Sorten zu pflanzen. Denn Obstwiesen sind ökologisch wertvolle Biotope und bieten bis zu 3.000 Pflanzen- und Tierarten, vor allem Insekten, einen wichtigen Lebensraum.

„Im Frühling verwöhnen Obstbäume uns mit ihrem Blütenzauber und in den Sommermonaten bis zur Erntezeit mit den reifenden Früchte“, wirbt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe, für mehr Obstbäume. „Nichts kann den Kreislauf des Lebens besser darstellen als ein Obstbaum im eigenen Garten.“ Bis in die 1960er und 1970er Jahre waren in Niedersachsen Streuobstwiesen noch weit verbreitet. Doch dann galt der Streuobstbau als nicht mehr rentabel. Seitdem sind sie infolge von Rodungen dramatisch zurückgegangen und heute stark bedroht. „Damit verschwanden nicht nur wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere, sondern auch viele schmackhafte, alte Obstsorten und vielfältige Erbanlagen“, bedauert Quellmalz. Dieses Genreservoir gelte es für die Zukunft zu sichern, indem besondere Sorten, die sich als robust gegen Klimaveränderungen, Krankheiten und Schädlingsbefall erwiesen haben, weiter vermehrt werden. „Also lieber die Goldparmäne pflanzen als Golden Delicious“, meint der BUND-Vertreter.


Wie pflanze ich einen Obstbaum?

Apfelsorte "Schöner von Herrnhut"  (Heike Schumacher)

Die Neupflanzung von Obstbäumen im eigenen Garten kann den Verlust der Streuobstwiesen zwar nicht ausgleichen, aber etwas abmildern. Der BUND gibt nun einige Tipps, worauf beim Pflanzen von Obstbäumen zu achten ist: „Am Anfang steht immer erst einmal die Standortwahl. Humose Lehmböden mit ausreichender Nährstoff- und Wasserversorgung eigenen sich beispielsweise besser als trockene oder magere Standorte.“ Außerdem hätten die einzelnen Obstsorten unterschiedliche Ansprüche. Kirschen mögen es zum Beispiel auch trocken und flachgründig, Äpfel und Birnen bevorzugen dagegen eher mittlere Standorte. Lediglich die Zwetschge verträgt feuchte Böden. Wer mehrere Bäume pflanzen möchte, sollte zwischen ihnen je nach Sorte einen Abstand von mindestens 10 Metern belassen, damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern. Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst, da die Bäume dann schon über den Winter Wurzeln ausbilden und im Frühjahr schließlich kräftig austreiben können. Eine Pflanzung ist aber grundsätzlich zwischen Oktober und März möglich. Allerdings sollte Frost gemieden werden. „Bei der Pflanzung sollte darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen mit einem Wühlmausschutz versehen ist“, betont Quellmalz. „Auf keinen Fall sollte man die Pfähle als Stütze des Haupttriebes sowie den Verbissschutz vergessen. Andernfalls droht der Baum beim nächsten Sturm umzuknicken bzw. von Kaninchen angenagt zu werden.“ Nach einem ersten Pflanzschnitt benötigt der Baum nun regelmäßig Pflege. In den ersten fünf Jahren sollte die Baumscheibe offen gehalten, und in den ersten zwei Jahren der Baum bei längerer Trockenheit gegossen werden.


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