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Region Weser-Elbe

Mit Wäschebeuteln Mikroplastik abfangen

Mikroplastik auch aus Textilien ist mittlerweile überall zu finden.  (BUND / Stephan Glinka)

Der BUND warnt, dass Mikroplastik zunehmend unseren Planeten durchdringt. Deswegen achten immer mehr Menschen darauf, weniger Plastik zu benutzen. Und auch die Politik rührt sich langsam. Plastiktüten werden verboten, aktuell steht das Granulat in Kunstrasenplätzen in der Kritik. Es gibt allerdings zahlreiche Themen, die es noch nicht sehr weit in unser Bewusstsein geschafft haben. Eines davon ist das Plastik in unseren Textilien. Hierfür gibt der BUND nun Tipps.

„Der Großteil der Kleidung auf diesem Planeten besteht schon lange nicht mehr aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Hanf oder Seide“, erklärt Nadja Ziebarth, Mikroplastikexpertin vom BUND-Meeresschutzbüro in Bremen. „Grundlage der weltweiten Textilindustrie sind stattdessen synthetische Fasern wie Polyester, Polyamid oder Polyacryl.“ Aus unseren Fleece-Pullis, Outdoor-Jacken und Sportleggins, aber auch aus Unterwäsche oder Strumpfhosen lösen sich beim Waschen jedes Mal kleine synthetische Mikrofasern, die spätestens beim Spülgang ihren Weg in unsere Abwässer und damit in den Wasserkreislauf der Erde antreten. Nicht alle können im Klärwerk herausgefiltert werden. So finden gerade kleinste Partikel, sogenanntes Mikroplastik, ungehindert Zugang in die Natur. Selbst beim Tragen dieser Kleidungsstücke werden Fasern in die Luft abgegeben und auf der Erde verteilt. 

„Das Problem von Plastik in Kleidungsstücken ist hochkomplex und nicht einfach zu lösen“, erklärt die BUND-Expertin. Bei der Herstellung von Naturtextilien ist beispielsweise der Wasser-Fußabdruck wesentlich höher, auch das muss mitgedacht werden. Der BUND empfiehlt daher als Sofortmaßnahme beim Waschen von Textilien, die synthetische Fasern enthalten, Wäschebeutel einzusetzen, die eigens dafür entwickelt wurden, die winzigen Plastikpartikel abzufangen. Nach ein paar Wäschen können die im Waschbeutel aufgefangenen Teilchen einfach im Hausmüll entsorgt werden. „Das ist zwar nicht die Lösung des Problems von Plastik in Kleidungsstücken“, räumt Nadja Ziebarth ein, „aber es ist eine gute Möglichkeit, unsere Umwelt sofort weniger zu belasten und somit ein wichtiger Zwischenschritt.“ Es ist ein Schritt, den jeder gehen kann.

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