Region Weser-Elbe

Wohin mit der restlichen Blumenerde?

BUND gibt Tipps zum Umgang mit Rest-Mengen und rät zu torffreier Erde

 (snarlingbunny / Pixabay)

Mit dem Herbst endet die Garten- und Balkonzeit. Die meisten Blumen blühen längst nicht mehr, doch irgendwo steht noch ein halbvoller Sack Erde. Dann stellt sich die Frage: entsorgen oder aufbewahren? Der BUND gibt jetzt Tipps, wie mit Resten umzugehen ist, und rät zu torffreier Erde.

„Blumenerde sollte nicht auf Vorrat gekauft werden, sondern nach dem aktuellen Bedarf“, sagt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Doch das ist leichter gesagt als getan. Meist geht die Gartensaison vorüber und irgendwo steht noch ein angebrochener Sack Erde.“ Der BUND empfiehlt, die Blumenerde nicht wegzuwerfen. Doch es gibt dabei einiges zu beachten. Quellmalz: „Blumenerde arbeitet. Sowohl aus den organischen Substanzen im Substrat, als auch aus den enthaltenen Langzeitdüngern werden kontinuierlich Nährstoffe freigesetzt. Das kann ein Nachteil werden, wenn die Blumenerde lange lagert. Irgendwann ist der Salzgehalt des Substrates so erhöht, dass Schäden an den Pflanzen entstehen können. Auch der pH-Wert des Bodens kann sich verändern, was für manche Pflanzen zum Problem wird.“ Außerdem sei die Struktur älterer Erde weniger stabil, daher gelangt weniger Luft in den Boden. Dadurch kann das Gießwasser nicht mehr richtig ablaufen, und die Pflanze fault eher. „Wer noch alte Erde zu Hause hat, kann sie getrost neu gekaufter Erde untermischen“, gibt der BUND-Sprecher Tipps. „Wer einen Kompost hat, kann das alte Substrat dort beimischen.“ Bis zur Weiterverwendung – ob für Zimmerpflanzen im Haus oder in der nächsten Gartensaison – sollte die vorhandene Blumenerde gut in einem Sack verschlossen werden. Wichtig ist, die Erde möglichst kühl und schattig zu lagern. Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung beschleunigen die Umwandlungsprozesse.

Der BUND kritisiert, dass viele Blumenerden nach wie vor aus Torf bestehen. „Das ist der Stoff, aus dem auch Moore sind“, betont Quellmalz. „Beim Abbau von Torf werden wertvolle Ökosysteme zerstört. Außerdem gelangt klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre, welches vorher im Torf gespeichert wurde.“ Der BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden erklärt genau, worauf Gärtnerinnen und Gärtner in der nächsten Saison achten sollten.

BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden