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Region Weser-Elbe

Kein Abschuss von Wölfen!

 (pixabay.com)

Der Wolf breitet sich seit gut 10 Jahren in Niedersachsen auf natürliche Weise wieder aus. Der BUND begrüßt die positive Entwicklung der Wolfspopulation. Seine Rückkehr ist ein Erfolg für den Artenschutz, denn der Wolf hat eine wichtige Rolle im natürlichen Räuber-Beute-Gefüge der heimischen Tierwelt inne. Nicht ohne Grund genießt er europäischen und nationalen Schutz. Denn aufgrund der massiven Bejagung war der Wolf etwa 150 Jahre lang aus unseren Wäldern verschwunden. Wölfe sind jetzt wieder Bestandteil von Natur und Landschaft. Ihre Rückkehr ist ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt.

Wölfe ernähren sich hauptsächlich von Wildtieren. Haustiere wie Schafe und Ziegen oder Gatterwild machen nur einen sehr geringen Anteil ihrer Nahrung aus. In besonderen Ausnahmefällen werden auch Rinder als Beute angenommen. Selbstverständlich müssen Wolfsrisse von Nutztieren zeitnah und unbürokratisch ausreichend ausgeglichen werden. Den Abschuss von Wölfen und die Aufnahme dieser Art ins Jagdrecht lehnt der BUND ab. Wölfe, die aus unterschiedlichen Gründen ein auffälliges Verhalten zeigen, distanzlos gegenüber Menschen sind oder gelernt haben, Schutzmaßnahmen für Nutztiere zu überwinden, müssen frühzeitig vergrämt werden. Die Tötung von Einzeltieren darf nur als letztes Mittel im Rahmen der bestehenden Gesetze angewendet werden und kann nur unter Aufsicht des Naturschutzes durch speziell ausgebildete und beauftragte Personen erfolgen. Die Einführung einer „Obergrenze“ für die Wolfspopulation, die nichts anderes als die regelmäßige Bejagung von Wölfen bedeutet, hält der BUND weder für rechtlich möglich noch für ökologisch sinnvoll.

Ein konfliktarmes Miteinander von Mensch und Wolf ist nur erreichbar, wenn Politik und Verwaltung die Bürger allgemein und vor allem die Nutztierhalter frühzeitig und ständig gut informieren. Dabei gilt es auch, auf Ängste vor dem Wolf einzugehen. Denn eine erfolgreiche Rückkehr des Wolfes bedarf der Akzeptanz und Toleranz durch die Bevölkerung.

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