Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Region Weser-Elbe

Wildblumenwiese am Wegesrand

12. April 2019

BUND sucht freiwillige Helferinnen und Helfer für Pflegeeinsatz in Wehden

Der Wegrand nach getaner Arbeit: ausgesät und ordentlich gewalzt, damit die Samen am Boden angedrückt sind - Voraussetzung für die erfolgreiche Keimung.

Im Rahmen seines Projektes „Wildblumenwiese am Wegesrand“ sucht der BUND Unterweser jetzt tatkräftige Mithilfe für einen Pflegeeinsatz auf einem Wegesrand in Schiffdorf-Wehden am 18. April. Wer Lust hat, dabei mitzuhelfen, ist herzlich willkommen. Aktive hatten auf dem Wegrand im vergangenen Oktober eine Wildblumen-Mischung ausgesät, um Nahrungsflächen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten zu entwickeln. Aktuell wächst sehr stark der „Große Ampfer“ auf und droht die gesäten Wildblumen zu überwuchern. Auf ca. 600 Quadratmeter Fläche möchten die Aktiven des BUND nun den Ampfer entfernen.

„Damit unsere gesäten Wildblumen gut gedeihen können, müssen wir nun den sehr stark wachsenden Ampfer eindämmen“, erläutert Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Denn mit seinen großen Blättern bedeckt er schnell den gesamten Boden. Die Samen unserer Wildblumen können dann mangels Licht nicht keimen.“ Je früher der Ampfer entfernt würde, desto einfacher und schneller ginge es. Quellmalz: „Hat der Ampfer erst einmal seine große, kräftige Wurzel tief in den Boden getrieben, hilft nur noch der Spaten. Dann wird es mühselig.“ Der BUND rechnet damit, dass mit vielen helfenden Händen zum jetzigen Zeitpunkt der Ampfer noch innerhalb von zwei Stunden entfernt werden kann.

Der Pflegeeinsatz findet am Donnerstag, 18. April 2019, 17 bis 19 Uhr, auf dem Wegrand entlang des Wehdener Grenzwegs in Schiffdorf-Wehden statt. Treffpunkt ist die Kreuzung Wehdener Grenzweg/Wehdener Straße. Weitere Infos gibt es unter www.BUND-Weser-Elbe.de.

Hintergrund

Wegseitenränder bieten in der intensiv genutzten Agrarlandschaft Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Außerdem verbinden sie Lebensräume miteinander und helfen Tieren und Pflanzen bei ihrer Ausbreitung. Zusammen mit den zuständigen Gemeinden möchte der BUND Unterweser anhand einzelner Beispiele verdeutlichen, wie Wegränder idealerweise entwickelt werden müssten, um Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum zu bieten und damit auch Spitzmäusen, Igeln, Fledermäusen und Vögeln. In Deutschland gibt es etwa 550 Bienenarten, wovon die meisten einzeln leben, und nicht wie die Honigbiene und Hummeln als Sozialwesen in einem gemeinsamen Nest (Stock). Auf ganzjährig ungenutzten Wegrändern leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft. Da auf den angrenzenden Äckern gepflügt, gedüngt und Pestizide gespritzt werden, schaffen sie mit einer vielfältigen Struktur aus Gräsern, Stauden, zuweilen auch Gebüschen oder gar Einzelbäumen Lebensstätten für eine große Artenvielfalt. Die mehrjährigen Blütenpflanzen sind dabei ein wichtiges Element.

Bei Rückfragen: Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe, Tel.: 0176 / 51 63 80 85

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb