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Region Weser-Elbe

„Häkeln für die Artenvielfalt“

14. Mai 2020

BUND ruft zum Häkeln von Wildbienen und Schmetterlingen auf

Teilen Sie Ihre gehäkelte Biene oder Ihren Schmetterling unter #HäkelnFürDieArtenvielfalt in den Sozialen Medien  (Jörg Farys / BUND)

Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit die Nachrichten. Dadurch sind die dramatischen Ausmaße des globalen Artensterbens zwar in den Hintergrund gerückt, aber keinesfalls passé. Trotz Kontaktsperre gibt es die Möglichkeit, auch von zu Hause aus für den Schutz der Artenvielfalt einzustehen: Im Vorfeld des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai ruft der BUND dieses Jahr dazu auf, sich an der Mitmachaktion „Häkeln für die Artenvielfalt“ zu beteiligen. 

„In Zeiten von Corona rufen wir nicht nur die Aktiven im BUND, sondern alle Naturfreunde und Naturfreundinnen dazu auf, Bienen, Schmetterlinge und Co. zu häkeln: Zum Internationalen Tag der Biodiversität wollen wir so bundesweit ein Zeichen für die Bedeutung unserer Artenvielfalt setzen“, sagt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Wir suchen Botschafterinnen und Botschafter für den Insektenschutz: Ob Häkelgrünschnabel oder Profi – mit der kreativen Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger können wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen.“ Der BUND stellt auf seiner Internetseite detaillierte und anfängerfreundliche Häkelanleitungen für Bienen und Schmetterlinge bereit. Ziel ist es, am 22. Mai, dem Tag der biologischen Vielfalt, in den sozialen Medien ein digitales Summen und Brummen für den Artenschutz zu erzeugen – mit kreativen Bildern und Botschaften von Häkel-Insekten. So kann jede und jeder auch von zu Hause aus zum Schutz der bedrohten Insekten aufrufen und den BUND in seiner politischen Arbeit unterstützen. „Werden Sie Teil unseres digitalen Insektenschwarms: Schwärmen Sie am 22. Mai mit uns aus und teilen sie unter dem Hashtag #HäkelnFürDieArtenvielfalt ihr Bild und ihre Botschaft. Zeigen Sie der Welt: Insektenschutz ist wichtig und geht uns alle an“, ermuntert Quellmalz.

In den vergangenen Jahren wurde es im ländlichen Raum, in unseren Parks und Gärten immer stiller. Wo früher noch viele Insekten herumschwirrten, ist es inzwischen vielerorts leer. Wo es weniger Insekten gibt, leben in der Folge weniger Vögel. „Die Artenvielfalt ist extrem kostbar für unsere Ökosysteme, denn Insekten sind wichtig für die Bestäubung: Ohne bestäubende Insekten würden wir weniger leckeres Obst in schlechterer Qualität ernten“, sagt Katrin Wenz, die beim BUND-Bundesverband zu Landwirtschaft und Insektenschutz arbeitet. Beim Insekten- und Artenschutz stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an: Bis Ende des Jahres muss der Bundestag den Insektenschutz gesetzlich regeln. Dabei muss sichergestellt werden, dass mindestens zehn Prozent der Agrarflächen zu Lebensräumen von Insekten werden, indem sie nicht mit Pestiziden behandelt werden. Insgesamt muss die Menge der eingesetzten Pestizide stark reduziert werden. Pestizide müssen in Schutzgebieten verboten werden und besonders biodiversitätsschädliche Pestizide dürfen keine Zulassung mehr bekommen. Auch auf europäischer Ebene setzt sich der BUND für eine andere Agrarpolitik ein. Denn nur durch weniger Pestizide und mehr Geld für Bäuerinnen und Bauern, die einen Beitrag zum Naturschutz leisten, kann die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten bleiben und können die Insekten geschützt werden. „Im Rahmen einer Europäischen Bürgerinitiative sammelt der BUND gemeinsam mit vielen europäischen Partnern deshalb Unterschriften, damit wir Druck auf die Politik machen können und Insekten endlich besser geschützt werden“, so Katrin Wenz abschließend.

Die Häkel-Anleitungen sowie weitere Informationen zur Aktion gibt es unter: www.bund.net/haekel-aktion. Fotos von gehäkelten Bienen, Schmetterlingen oder einem anderen Häkel-Insekts können ab sofort dort sowie auf Facebook, Twitter oder Instagram unter dem Hashtag #HäkelnFürDieArtenvielfalt gepostet und dabei die Botschaft: „Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren!“ verbreitet werden. Informationen über Mitmach-Aktivitäten zum Insektenschutz in der Region Weser-Elbe, wie zum Beispiel die Entwicklung und Pflege von Blühflächen, gibt es unter www.BUND-Weser-Elbe.de.

Bei Rückfragen:

Katrin Wenz, BUND-Agrarexpertin, Tel.: 0176 / 47 68 41 62, eMail: katrin.wenz(at)bund.net

Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe, Tel.: 0176 / 51 63 80 85

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