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Region Weser-Elbe

20 Aktive untersuchten Wasserproben

Bei der Probennahme am Siel.  (Bernd Quellmalz)

(Iffens, 14.4.2018) Bei der ersten Schulung im Rahmen des Projektes "Aktion Wasser" lernten rund 20 Teilnehmer*innen am 14.4.2018 in der Umweltstation Iffens Gewässer-Organismen und Messmethoden für die Wasseranalytik kennen. Dr. Wolfgang Meiners, Petra Leifert und Gert Rosenbohm zeigten in einem theoretischen Teil, was bei der Datenerhebung am Gewässer bzw. bei der Untersuchung von Wasserproben zu beachten ist. Anschließend wurde es dann praktisch: An einem benachbarten Siel und einem Graben nahmen die angehenden Gewässerschützer*innen Wasserproben und fingen Wassertiere für die Bestimmung im Labor. In der Umweltstation wurden diese Proben dann näher untersucht: Um welches Tier handelt es sich denn nun? Welcher Saprobien-Index ist festzustellen? Wie hoch ist der Nitratwert im Wasser?

Interessant war der Fund einer Ostsee-Garnele, die eigentlich nur im Brackwasser lebt. Dies deutet darauf hin, dass über die Bewässerung aus der Unterweser mittlerweile salzhaltiges Wasser in die Gräben und Siele der Wesermarsch gelangt. Eine Folge der vielen Weservertiefungen, weshalb sich in dem Fluss die Brackwasserzone bis zur Hunte verschoben hat. Die Wasserzufuhr über die Siele speist sich nun zu großen Teilen direkt aus dieser Zone. Anhand der Organismen-Proben ermittelten die Hobby-Wissenschaftler*innen einen Saprobien-Index für die beiden untersuchten Gewässer von 3. Zusammen mit den chemisch-physikalischen Daten ergibt sich daraus ein mäßig bis kritisch belasteter Gewässerzustand.

Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer*innen am Ende der Schulung doch sehr zufrieden. Sowohl die Organisation und Durchführung inkl. Verpflegung als auch das Miteinander und die Schulungs-Athmosphäre erhielten viel Zuspruch. Besten Dank an dieser Stelle an die Aktiven des BUND Wesermarsch!

Nach der Probennahme werden die gefangenen Tiere bis zur Bestimmung in einem Glas gehalten.  (Bernd Quellmalz)
Ein kleiner Brassen und ein Teichmolch-Weibchen gingen ins Netz.  (Bernd Quellmalz)
In der Umweltstation bestimmten die Aktiven die Wassertiere.  (Bernd Quellmalz)
Mit der Pipette werden Tiere zur Bestimmung in andere Gefäße befördert, mit denen sie besser beobachten werden können, z.B. Dosenlupen.  (Bernd Quellmalz)
Mit der Dosenlupe sieht man besser.  (Bernd Quellmalz)
Mit dem Umweltmesskoffer lassen sich unter anderem Sauerstoff, pH-Wert, Leitfähigkeit sowie die Konzentrationen von Nitrat, Ammonium und Phosphat untersuchen.  (Bernd Quellmalz)
Für viele Parameter muss pipetiert werden.  (Bernd Quellmalz)

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