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Region Weser-Elbe

Marschengewässer im schlechten Zustand

Ausgleichsfläche des Ferienhausgebietes südlich Marschenhof in Wremen. Hier darf keine Gülle ausgebracht und nur einmal jährlich zwischen 1. September und 31. März gemäht werden. Gegen beides wurde laut Zeugenaussagen in der jüngeren Vergangenheit bereits verstoßen. Im Hintergrund der Nordseedeich.  (Bernd Quellmalz)
Graben unterhalb des Deiches (rechts) im kritischen Zustand. Links die Ausgleichsfläche.  (Bernd Quellmalz)

Wremen, 8. Juni 2018. In den beiden Gräben entlang der Ausgleichsfläche des Ferienhausgebietes südlich Marschenhof (Bebauungsplan Nr. 22) führten wir Messungen von Nitrat, Nitrit und Ammonium durch und fingen Tiere, um einen Überblick über den Zustand der gesamten Fläche zu erhalten. Denn in der jüngeren Vergangenheit wurde hier beobachtet, dass entgegen den Vorgaben für die Ausgleichsfläche gegüllt und außerhalb des zulässigen Zeitraums mehrmals gemäht wurde. Die Nitrat-Werte waren zwar zunächst nicht auffällig, aber an einem Graben zeigte sich ein alarmierender Ammonium-Wert. Außerdem deuten die Tierfunde darauf hin, dass sich die beiden Gräben in einem kritischen bis schlechten Zustand befinden.

Da die Gewässer wohl keine richtigen Quellen und nur noch eine geringe Wasserführung zu haben scheinen, ist ihr Zustand nicht verwunderlich. Ob der Zustand kausal mit dem Ausbringen der Gülle zusammenhängt, lässt sich nicht nachweisen. Denn Marschengewässer können ohnehin oft in kritische Zustände geraten, zum Beispiel durch Tideneinfluss mit Stillwasserphasen und mitunter auch Brackwasser-Einfluss. Zudem sind Marschböden meist nährstoffreich.

Wir behalten die Fläche im Blick. Sollte wieder gegen die Auflagen des Bebauungsplanes verstoßen werden, schalten wir die Behörden ein.

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